Erweiterung des Solarparks auf dem Barbaraberg am Netz:
Der wichtigste Akteur war nicht erschienen: Die Sonne versteckte sich hinter Nebelschwaden, als die interkommunale Genossenschaft NEW – Neue Energien West auf dem Barbaraberg den zweiten Abschnitt ihres Solarparks offiziell in Betrieb nahm – durch Knopfdruck von (von links) Dr. Roland Nitsche von der Firma isa Solar Park Weiden, NEW-Aufsichtsratsvorsitzendem Konrad Merkl, Geschäftsführer Helmut Amschler, Vorstandsvorsitzendem Helmuth Wächter sowie der stellvertretenden Vorsitzenden Wolfgang Haberberger und Peter Nößner.
Die Gesamtanlage kann Sonnenstrom mit einer Leistung von vier Megawatt ins Eon-Stromnetz einspeisen. Doch daran war an diesem trüben Novembertag nicht zu denken. Bei ungemütlichen Temperaturen und einer Nebelküche war selbst das Heizgebläse für das kleine Festzelt auf konventionelle Energie angewiesen. Vorstandsvorsitzender Helmuth Wächter, der Bürgermeister von Grafenwöhr, erläuterte den zahlreichen Ehrengästen die beachtliche Leistung der neuen Anlage: Der Solarpark könne mit den 9476 Modulen des zweiten Bauabschnitts eine Energie von 2132 Kilowatt Peak erzeugen. Insgesamt werde das Sonnenkraftwerk vier Megawatt Leistung erreichen.
In die allgemeine Begeisterung über ein “zukunftsweisendes Sonnenstromprojekt” mischten sich aber auch kritische Töne. Der evangelische Pfarrer Lorenz von Campenhausen mahnte bei der Segnung: “Lasst Euch das Maß nicht verlieren.” Die Solartechnik sei zwar heute das Nonplusultra alternativer Energiegewinnung. Doch auch ein Übermaß an Photovoltaik müsse kritisch hinterfragt werden.
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